Orientierung am Menschen OHNE Leckerchen

Gründe für eine gute Orientierung am Menschen Hunde und Menschen kommunizieren auf unterschiedliche Art und Weise.

Der Mensch hauptsächlich über die Sprache, Hunde dagegen über Körpersprache und Mimik.

Missverständnisse sind also oft vorprogrammiert.

Auch wir senden den ganzen Tag körpersprachliche Signale, nur ohne das wir uns dessen bewusst sind. Das bedeutet aber auch, das wir oft das eine sagen, aber über unsere Körpersprache etwas anderes zum Ausdruck bringen.

Dadurch ist der Mensch in den Augen des Hundes als Verantwortlicher für seinen Schutz und Sicherheit nicht massgeblich.

 

Die Konsequens: der Hund sieht sich in der Verantwortung selber für seine Sicherheit zu sorgen und wird dies in Situationen wie  z.B. an der Leine ziehen, Besucher an der Türe verbellen, territoriales Verhalten im Garten auf dem Spaziergang usw. zeigen.

 

Hunde lernen nicht nur über eingefordertes Verhalten, sondern besetzen Positionen im Bereich Sozialverhalten, die der Mensch nicht übernimmt. Auch kann es für Hunde massgeblich sein, wer über Ressourcen verfügen darf oder wer sie zur Verfügung stellt. Aus Sicht des Hundes trägt dieser die Verantwortung.

 

Wer gewillt ist tatsächlich eine Verhaltensveränderung herbeizuführen sollte sich bewusst sein, dass dies eine gute Bindung voraussetzt, Vertrauen sowie Respekt, aber auch Einschränkungen und Grenzen.

Hundeerziehung ist und bleibt aus meiner Sicht ein Präsenzunterricht und ist immer eine Hundehalterschulung.